Geschichte

 

Die Legende um Romulus und Remus

Der Legende nach wurde die Stadt Rom von Romulus und Remus gebaut, die Brüder sollen die Kinder des Gottes Mars und der Priesterin Rhea Silvia gewesen sein. Die beiden wurden nach der Geburt ausgesetzt, von einer Wölfin gefunden und gesäugt worden, später hatten sich Hirten ihrer angenommen und sie aufgezogen.

Nachdem sie mit 18 Jahren von ihrer Herkunft erfahren hatten, wollten sie an der Stelle ihrer Aussetzung eine Stadt bauen. Sie befragten ein Orakel, um zu erfahren, wessen Name die Götter als Stadtnamen bevorzugen würden. Romulus erhielt die Gunst des Vogelorakels, was Remus in den Streit mit seinem Bruder trieb. In kürzester Zeit zog Romulus die heilige Furche, die die Größe der Stadt und somit ihre Stadtmauern kennzeichnen sollte. Remus sprang darüber, da er sich weigerte, den Sieg seines Bruders zu akzeptieren. Da Remus somit Gesetz und Recht verletzt hatte, brachte Romulus seinen Bruder mit den Worten "So möge es jedem ergehen, der über meine Mauern springt!" um. Nach dem Brudermord wurde Romulus erster König in der nach ihm benannten Stadt Rom.

 

Ausgrabungen belegen Siedlungen auf dem heutigen Stadtgebiet Roms von 1000 v. Chr., die Stadt selbst wurde von Romulus aber am 21. April 753 v. Chr. gegründet.

 

Republik

Von Beginn der Stadtgeschichte an war Rom ein Königreich, und wurde 509 v Chr., als der letzte etruskische König vertrieben wurde, eine Republik. Trotz der Invasion der Kelten im Jahr 390 v. Chr., diverser Ständekämpfe und Kleinkriege wuchs die Stadt Rom stetig an. Im zweiten und dritten Jahrhundert v. Chr. fanden die Punischen Kriege statt, Kämpfe zwischen dem noch recht jungen römischen Reich und Karthago, das im heutigen Tunesien liegt, und damals den Mittelmeerraum beherrschte. Der Krieg dauerte 63 Jahre und schwächte beide Staaten aufs Schlimmste. Karthago verlor beide Kriege, wurde als römischer Vasallenstaat aber von vielen Adligen gefürchtet - die Sorge vor einem neuen Angriff war zu groß. So kam es zu einem dritten Krieg, Karthago wurde komplett vernichtet und die Römer errichteten die Provinz Africa.

 

Während des römischen Bürgerkrieges 49-45 v. Chr. wurde das Ende der Republik durch Gaius Iulius Caesar ausgerufen, er ließ sich zum Diktator auf Lebenszeit benennen und schürte damit Neid und Misgunst. Der Verdacht, er wolle nach der Königsrolle greifen, lag nahe und wurde ihm zum Verhängnis. Im Senat hatten sich um Marcus Iunius Brutus eine Gruppe von Ausständischen und Verschwörern gebildet, sie ermordeten Cäsar 44 v. Chr. während einer Senatssitzung, wobei das Opfer seine berühmten und letzten Worte "Auch du, mein Sohn" sprach.

 

Kaiserzeit

Rom war schon im ersten Jahrhundert v. Chr. eine fortschrittlich entwickelte Stadt mit einem ausgeklügelten Ab- und Frischwassersystem, hatte eine Art Schutzpolizei und ein ausgebautes Straßennetz. Die Stadt war auf einem Höhepunkt ihrer Geschichte, als durch den großen Brand von Rom unter Kaiser Nero vieles zerstört wurde. Von 14 Bezirken sollen drei komplett zerstört gewesen sein, in sieben Stadtteilen standen nur noch Ruinen, nur drei blieben verschont.

 

Spätantike

Mit dem fünften Jahrhundert verlor Rom immer mehr an politischer Bedeutung, die Völkerwanderung der Westgoten und Vandalen brachte große Plünderungswellen nach Rom, die Stadt stand kurz vor dem Zerfall. Der Gotenkrieg um 530 n. Chr. führte zum endgültigen Fall der Stadt, das gesamte Wassersystem wurde zerstört, das städtische Leben lag über Jahre hinweg brach.

 

Hochmittelalter

Nur noch 20000 Einwohner lebten im Mittelalter in Rom, doch gelangte die Stadt langsam als Hauptstadt des Kirchenstadt und als Wallfahrtsort zu neuem Prestige und neuer Größe. Die katholische Kirche vermutete, dass in Rom die Gräber der Apostel Paulus und Simon Petrus liegen würden, sodass ab 1300 die Zeit der Ablässe in Rom begann. In der christlichen Zeit, der Renaissance und im Barock entstanden viele bedeutende Gebäude, Kirchen, Paläste und Brunnen. Die römische Altstadt und der Vatikan gelten beide als Weltkulturerbe der Stadt Rom.

 

Rom gilt seither und bis heute als die "Ewige Stadt", ihr wird prophezeit, dass sie nie untergehen wird. Die Kraft (virtus) und das Glück (fortuna) sollen bei der Stadtgründung einen Friedenspakt geschlossen haben, so dass Rom solange bestehen wird, wie die Menschen leben.

 

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